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KEBAB

Kulturgut erhalten - bewahren - ausstellen - begreifen

11.09. - 4.12.2022

In dieser Ausstellung erwartet Sie der spannende Blick hinter die Kulissen des Museums und der Restaurierungswissenschaften. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und erfahren mehr über die unterschiedlichen Gattungen und Materialien wie Holz, Metall, Textil, Papier und Elfenbein sowie ihre Bedrohungen.
Kulturgüter zu sammeln, zu erhalten, zu bewahren, zu erforschen und schließlich auszustellen sowie in der Vermittlung begreifbar zu machen, sind die zentralen Aufgaben eines jeden Museums. Ein Kulturgut ist das Ergebnis einer künstlerischen Produktion oder ein ­anderes Zeugnis menschlicher Kultur, das als wichtig und erhaltenswert anerkannt ist. Daraus resultieren ­Anforderungen und Möglichkeiten der täglichen
Museumsarbeit.
Auch das Diözesanmuseum St. Afra forscht, erhält seinen wertvollen Bestand von europäischer Bedeutung für zukünftige Generationen und vermittelt die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit. Nicht immer besteht dabei die finanzielle Möglichkeit, restauratorische Maß­nahmen einzuleiten und oftmals kann man nur Sorge dafür tragen, dass sich bestehende Schäden nicht ­vergrößern.
Restauratorinnen und Restauratoren sind in bestimmten Kunstgattungen und Materialien spezialisiert. Sie sind es, die Schäden und Gefahren durch falsche Handhabung in der Vergangenheit und ungünstige ­klimatische Bedingungen erkennen, benennen und
beheben, so dass die Kulturgüter auch für die
Nachwelt erhalten bleiben.
An jedem zweiten Sonntag können Sie der Restauration Maria Winner bei ihrer Arbeit an der gotischen Skulptur des heiligen Wolfgang über die Schulter sehen und auch Fragen stellen.
Mithilfe eines 3D-Scans der Skulptur erkunden Sie Wolfgang auf eigene Faust und gehen thematisch in die Tiefe. Im Rahmen von Führungen mit Spezialisten entdecken Sie die Besonderheiten unterschiedlicher Materialien, ihrer Schadensbilder und verschiedener Restaurierungstechniken.

Wir danken für die freundliche Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen vom Hohen Dom zu Augsburg und der Stabsstelle Kirchliches Bauwesen und Kunst, hier besonders Dr. Michael Schmid.

Zum Herunterladen:

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Rückblick

1521

28.08. - 28.11.2021

1521 war ein besonderes Jahr: Magellans Weltumsegelung, die Eroberung Mexikos durch die Spanier unter der Führung von Hernán Cortés, der Reichstag von Worms mit der darauffolgenden Bannung Martin Luthers, sein Aufenthalt auf der Wartburg mit dem Beginn der Übersetzung des Neuen Testamentes sowie die Eroberung Belgrads durch die Osmanen.

Und 1521 hat Jakob Fugger (1459-1525) mit drei Stiftungen Vorsorge für sich, seine Familie und bedürftige Bürger Augsburgs getroffen: die Grablege im Chor der ehemaligen Karmelitenkirche St. Anna, die Predigerstelle in St. Moritz und die Fuggerei, eine Sozialsiedlung mit inzwischen weltberühmtem Status.

Die Jubiläumsausstellung der Kunstsammlungen und Museen Augsburg akzentuiert die sozialgeschichtlichen Konstellationen im Stiftungsjahr; die Ausstellung im Diözesanmuseum St. Afra weitet den Blick auf den weltgeschichtlichen Kontext in jenem denkwürdigen Stiftungsjahr: Insbesondere die großen Handelsfamilien der Fugger und Welser waren Global Player mit erheblichem Einfluss auf wirtschaftliche, politische, religiöse und kulturelle Vorgänge.

Die Ausstellung bietet Einblicke in verschiedene Seefahrten und ihre Handelsgüter, in den Kulturaustausch mit Azteken und Osmanen sowie in Luthers Vorstellungen, die in der Bannung auf dem Reichstag in Worms scheinbar ein vorläufiges Ende fanden. Sie vermittelt ein lebendiges Bild einer der interessantesten Epochen der Weltgeschichte: Navigationsinstrumente und Gewürze, Papageien und Federbilder, Flugschriften und Waffen sind einige der Kunstwerke, durch die diese globalen Verflechtungen in vielfältiger Weise anschaulich werden.

Mit einem eigens für die Ausstellung entwickelten Multi-Touch-Tisch können die Besucherinnen und Besucher spielerisch Magellans durchaus gefährliche Schiffsreise nacherleben: Man muss die Schiffe so beladen, damit sie nicht untergehen und Hindernisse meistern, um das Sinken der Flotte zu vermeiden.

1521

Rückblick

7 Kapellen

26.03. - 11.07.2021

 Eine Ausstellung zu sieben Kapellen? Welche Kapellen sind das überhaupt und sind sie so außergewöhnlich, dass man sie in einer eigenen Sonderausstellung würdigt?

Bei den sieben Kapellen handelt es sich um einen spannenden Beitrag zeitgenössischer Architektur im Bistum Augsburg. Sie entstanden zwischen 2018 und 2020 an Radwanderwegen in der Nähe der Donau. Die meisten dieser Kapellen liegen deshalb im Landkreis Dillingen.

Die Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung realisierte nach einer Idee und dem Konzept von Dr. Peter Fassl, Heimatpfleger des Bezirk Schwaben, das Sieben Kapellen-Projekt.

7 Kapellen

Rückblick

mariengeprägt

02.10.2020 - 10.01.2021

Es gibt viele verschiedene Menschen, die viele verschiedene Dinge sammeln: Sehr ausgefallene Dinge, aber auch Althergebrachtes unter einer ganz bestimmten Themenstellung.
Eine solche einzigartige Privatsammlung kann das Diözesanmuseum St. Afra nun ab Oktober präsentieren: Hier wurden zeitlich und räumlich umfassend Münzen zusammengetragen, die die Gottesmutter Maria darstellen.

Bereichert wird die Ausstellung von zahlreichen Mitmachstationen für Jung und Junggebliebene. Es gibt spannende Infos rund um das Thema Marienmünzen und Geld. Natürlich darf hier auch gerätselt und gespielt werden.

Alle waren herzlich eingeladen, ihren Besuch in den sozialen Medien unter dem Hastag #mariengepraegt zu teilen.

mariengeprägt

Rückblick

Harry Meyer im #MuseumStAfra

12.03. -  23.08.2020

„en face“ bedeutet „von vorn (gesehen)“ oder „gegenüber“. Im Rahmen dieses Ausstellungsprojektes stehen die Kunstwerke Harry Meyers der kirchlichen Kunst im Diözesanmuseum St. Afra aus siebzehn Jahrhunderten allerdings nicht nur „gegenüber“, vielmehr hat der Künstler sich ganz auf die Sakralkunst eingelassen. In seinen gänzlich aus Farbe aufgebauten Werken fokussiert sich Harry Meyer in besonderer Weise auf den Menschen und die Natur, den Dualismus von Werden und Vergänglichkeit. Dabei geht es um die Erfassung des Elementaren und der Elemente, die sich motivisch in der Darstellung spezifischer Phänomene der Natur, wie Berge, Regen, Jahreszeiten, die Sterne am nächtlichen Himmel oder das Licht niederschlagen. Die naturalistische Wiedergabe ist diesem Ziel untergeordnet. Mensch und Natur wohnen dabei eine spirituell-religiöse Ebene inne, die sich in allen Werken des Künstlers sichtbar niederschlägt und das Gegenüber von seinen farbintensiven Kunstwerken mit der historischen Sakralkunst so überaus reizvoll und fruchtbar macht.

In der Ausstellung werden einige bereits existierende Werke des Künstlers zu sehen sein, die in ihrem Zusammenspiel mit ausgewählten Kunstwerken des Diözesanmuseums neue Blickwinkel auf bekannte christliche Themen eröffnen. Darüber hinaus entstand eine große Zahl neuer Werke, die das Ergebnis der intensiven Auseinandersetzung Harry Meyers mit dem christlichen Themenkreis sind.        

Einzelne Ausstellungsräume, wie die Glashalle mit dem ottonischen Bronzeportal, wurden zu begehbaren Installationen umgeformt, die den Besucher und die Besucherin einladen, das Gegenüber und Miteinander von zeitgenössischer und historischer Kunst von Angesicht zu Angesicht zu erleben.

Der bebilderte Katalog zur Ausstellung kann im Museumshop erworben werden.

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