Skip to main content

Sonderausstellungen

Demnächst   5. April 2024 - 14. Juli 2024

ULRICH      genial, sozial, loyal, memorial

Armut, Krieg, Nächstenliebe, Geradlinigkeit, Hoffnung und Glaube in krisengebeutelten Zeiten – Ulrich von Augsburg und die Phänomene seiner Zeit lesen sich wie brandaktuelle Schlagzeilen.

Doch wer war eigentlich Ulrich von Augsburg? Und warum soll man sich mit einem Bischof beschäftigen, der schon über 1000 Jahre tot ist?

Die Ausstellung versucht dieser Person in vier Abschnitten näherzukommen. Werfen Sie mit uns einen frischen Blick auf Ulrichs durchaus filmreife Lebensgeschichte und lernen Sie dabei bekannte und unbekannte Facetten seines Seins und Wirkens kennen.

Ulrichs Leben ist genial. Das behaupten wir jetzt einfach einmal so. War der Schwabe ein normales Kind so wie Sie und ich? Und ist Ulrichs Lebensgeschichte wirklich immer genial oder macht er einfach nur das, was ein Bischof im 10. Jahrhundert eben tun muss? Finden wir es gemeinsam heraus.

Loyal sein heißt treu sein. Aber wem gegenüber und warum so konsequent? Ulrichs Netzwerke waren komplex. Wie verhielt er sich gegenüber seiner adeligen Verwandtschaft, König Otto I. und dem Papst? Um Ulrich besser verstehen zu können, lohnt es sich, in das mittelalterliche Wirrwarr von Grafen, Rittern, einfachen Leuten und Klerikern einzutauchen.

Hilfsbedürftigkeit ist ein Thema der Menschheitsgeschichte und das war natürlich auch zu Ulrichs Zeiten so.

Was bedeutet es im 10. Jahrhundert arm zu sein? Wem hilft der Bischof aus der Klemme und welche Maßnahmen ergreift er?

Es wird Sie berühren.

Die Wertschätzung Ulrichs begann unmittelbar nach seinem Tod und setzt sich bis heute fort. Was tun und taten Menschen, um der Verehrung ihres Heiligen Ausdruck zu verleihen?

Lassen Sie sich überraschen!

zuletzt

Das Ulrichskreuz.               
Ereignis + Erinnerung 

6. Oktober 2023 - 28. Januar 2024

Ulrichskreuze sind eine Augsburger Spezialität. Die kleinen metallenen Wallfahrtsandenken werden seit mindestens vier Jahrhunderten am Grab des heiligen Ulrich ausgegeben. Gläubige schrieben den Kreuzen eine Wirkmacht zu, die sie vor Krankheit und Gefahren des Alltags schützen sollte. Ulrichskreuze halfen bei Blitzschlag, Wassergefahren und sogar gegen Rattenplagen.

Lernen Sie den heiligen Ulrich und sein Siegeskreuz kennen. Was haben die Ulrichskreuze mit diesem Siegeskreuz zu tun? Was unterscheidet die Kreuze voneinander?

Lernen Sie auch den Augsburger Pfarrer Josef Maria Friesenegger kennen, der hunderte von Ulrichskreuzen sammelte und erforschte. Helfen Sie an unserem Multimediatisch dem Sammler, Ulrichskreuze in der Stadt zu entdecken.

Wandern Sie in der Ausstellung durch heimische Wälder erst nach Augsburg und weiter in die abgeschirmte Grabesgruft des Heiligen.

Die Ulrichskreuze selbst zeigen uns, welch immensen persönlichen Wert sie im Leben der Menschen hatten. Ob als Taufgeschenk, Rosenkranzanhänger, als Bierkrugdeckel, Sonnenuhr oder Grabbeigabe – die kleinen Kreuze waren Begleiter eines ganzen Lebens. Einige Ulrichskreuze wurden aus Silberfiligranfäden kunstvoll zusammengesetzt und als Schmuckstücke getragen. Anlässlich zu weltlichen, kirchlichen und privaten Jubiläen werden die Ulrichskreuze bis heute herausgegeben und verschenkt.

00499 G 00

00685 G 00

00196 G 00

10 75 Web 2

2 02 Web

Willkommen in dieser Ausstellung über eine Ausdrucksform bayerischer Frömmigkeit, über die weltgrößte Sammlung von über 700, hier präsentierten Ulrichskreuzen und über das Leben früherer Generationen mit seinen Jubeltagen, Ängsten und Nöten, von dem die Kreuzlein berichten.

Erleben Sie alte und neue Ulrichskreuze im Licht ihrer faszinierenden Geschichten. Beginnen Sie ihre Entdeckungsreise durch die Ausstellung mit einem interaktiven Spiel. Erschließen Sie die Themen an familiengerechten Mitmach-Stationen mit allen Sinnen, nutzen Sie die Angebote unseres umfangreichen, zielgruppenorientierten Begleitprogramms und lassen Sie sich begeistern!

Führungen

Führungen für Familien

Führungen für Kinder

Führung für Priester und pastorale Mitarbeiter_innen

Führung für gehörlose Menschen

Führung für Menschen mit Demenz

Führung für blinde und sehgeschädigte Menschen

Kinderbuchlesung mit Workshop für Kinder und Familien

Kinderbuchlesung mit Workshop für Schulklassen

Appetithappen. Kunstgespräche zum Mittag

Vortrag

 

Ulrichs Fisch

Eine Bilderbuch-Ausstellung für Kinder und alle, die ihnen nahe sind

13. Juli - 16. August 2023

Wir sehen, fühlen und hören

wie Elsbeth getröstet wurde, was Ulrichs Fisch bedeutet, warum Kirchenglocken und Wasser beruhigen.

Wir lernen, wie ein Bilderbuch entsteht.

Im Museum können wir schmökern und lauschen, suchen, entdecken und selbst kreativ werden.

Tauchen wir mit allen Sinnen ein in eine atmosphärische Ausstellung rund um die Originalbilder des Kinderbuchs „Elsbeth, die Fische und der heilige Ulrich“.

© Ulrike Baier, Wißner-Verlag

Vorlesestunden, Schreibwerkstatt und Bilderbuchkino

Was ist uns heilig?

16.02.-24.02.2023
27.02.-12.03.2023

„Was ist uns heilig?“, fragt Emeka Udemba. Diese Frage des Künstlers an uns berührt den Kern dessen, wie und wofür wir leben wollen. Die großformatige Collage nähert sich – in Form und Inhalt – der Vielschichtigkeit unserer Wirklichkeit an. Sie zeigt unsere Erde als fragile Kugel in einer Umgebung, die in Brand gesetzt zu sein scheint. Und sie erinnert uns daran, dass diese Erde in unseren Händen liegt.

Emeka Udemba ©2022 Dieter Härtl/Misereor

Udemba ist ein global vernetzter Künstler, der in Freiburg und Lagos lebt und arbeitet. Mit seinem Werk bietet Udemba eine Grundlage, um über die Welt nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Was ist uns heilig? entstand als Vorlage für das diesjährige Misereor-Hungertuch, das in der Fastenzeit in vielen Kirchen hängen wird.

Paradies oder Apokalypse?

Wir zeigen das Original in einer kleinen Sonderausstellung, die insbesondere ein Thema des Bildes besonders herausgreift: Das Changieren unseres Daseins und Handelns zwischen Paradies und Apokalypse.

In direkter Gegenüberstellung wirft Udembas zeitgenössische Perspektive ein ganz neues Schlaglicht auch auf das berühmte, gut 1000 Jahre alte Bronzeportal des Augsburger Doms.

Lassen Sie sich überraschen, berühren und bewegen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Emeka Udemba, Was ist uns heilig?
Acryl und Zeitungspapier auf Leinwand, 2022
Misereor-Hungertuch für das Jahr 2023 ©Misereor

Portaltür des Augsburger Doms, Bronzeguss, erste Hälfte oder Mitte 11. Jahrhundert; DMA 3104, © Augsburg, Diözesanmuseum St. Afra, Foto: Richter + Fink)
Was ist uns heilig?

RÜCKBLICK 2022

KEBAB

Kulturgut erhalten - bewahren - ausstellen - begreifen

11.09. - 4.12.2022

In dieser Ausstellung erwartet Sie der spannende Blick hinter die Kulissen des Museums und der Restaurierungswissenschaften. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und erfahren mehr über die unterschiedlichen Gattungen und Materialien wie Holz, Metall, Textil, Papier und Elfenbein sowie ihre Bedrohungen.
Kulturgüter zu sammeln, zu erhalten, zu bewahren, zu erforschen und schließlich auszustellen sowie in der Vermittlung begreifbar zu machen, sind die zentralen Aufgaben eines jeden Museums. Ein Kulturgut ist das Ergebnis einer künstlerischen Produktion oder ein ­anderes Zeugnis menschlicher Kultur, das als wichtig und erhaltenswert anerkannt ist. Daraus resultieren ­Anforderungen und Möglichkeiten der täglichen
Museumsarbeit.
Auch das Diözesanmuseum St. Afra forscht, erhält seinen wertvollen Bestand von europäischer Bedeutung für zukünftige Generationen und vermittelt die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit. Nicht immer besteht dabei die finanzielle Möglichkeit, restauratorische Maß­nahmen einzuleiten und oftmals kann man nur Sorge dafür tragen, dass sich bestehende Schäden nicht ­vergrößern.
Restauratorinnen und Restauratoren sind in bestimmten Kunstgattungen und Materialien spezialisiert. Sie sind es, die Schäden und Gefahren durch falsche Handhabung in der Vergangenheit und ungünstige ­klimatische Bedingungen erkennen, benennen und
beheben, so dass die Kulturgüter auch für die
Nachwelt erhalten bleiben.
An jedem zweiten Sonntag können Sie der Restauration Maria Winner bei ihrer Arbeit an der gotischen Skulptur des heiligen Wolfgang über die Schulter sehen und auch Fragen stellen.
Mithilfe eines 3D-Scans der Skulptur erkunden Sie Wolfgang auf eigene Faust und gehen thematisch in die Tiefe. Im Rahmen von Führungen mit Spezialisten entdecken Sie die Besonderheiten unterschiedlicher Materialien, ihrer Schadensbilder und verschiedener Restaurierungstechniken.

Wir danken für die freundliche Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen vom Hohen Dom zu Augsburg und der Stabsstelle Kirchliches Bauwesen und Kunst, hier besonders Dr. Michael Schmid.

Zum Herunterladen:

KEBAB

Archiv der Ausstellungen des Museums

Eine Übersicht der Ausstellungen seit 2007 finden Sie im ARCHIV.